2025 | Das Oktogon ist für die Kirche St. Nikolaus in Gemünd in der Eifel entstanden. Es hat ein Gesamtmaß von 250 x 250 cm und ist eine Collage von Aquarell und Gouache auf Leinwand – genäht. Mehrere kleinere Collagen haben die Installation ergänzt.
„Ein lichtdurchflutetes Kirchenfenster ist auf Augenhöhe hinter dem Altar entstanden. Das Oktogon wirkt insgesamt wie ein geschliffener Diamant. Die unterschiedlichen Lichtbrechungen zaubern ein Funkeln um die Personen und um ungeschliffene Kristallbrocken, die die Mitte umgeben. Die im Zentrum des Pfingstgeschehens stehenden Figuren versammeln sich um eine kraftvolle rotgestaltete achteckige Mitte. Sie begegnen uns frontal, mit Schuhwerk versehen, auch im Gehen begriffen. Sie bilden eine Gemeinschaft, wie Freunde aus aller Herren Länder stehen sie im Kreis um diese geheimnisvolle Mitte. Es kann als globales Geschehen verstanden werden. Kinderzeichnungen können auf diese Weise die Geschwisterlichkeit aller Erdbewohner mit ihren unterschiedlichen Hautfarben darstellen. Diese schemenhaften Figuren stehen auch als Zeugen für die Zusage Jesu: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ (Georg Baumeister)
Georg beschreibt sehr eindrücklich, was Kunst für ihn in einem Kirchenraum bewirken kann. Er schreibt, dass sakrale Räume für viele Menschen Orte der Sehnsucht sind – Orte, an denen man Orientierung, Stille und geistige Nahrung sucht. Aber er erinnert auch daran, dass Kirchen manchmal schwer zugänglich sein können: durch dunkle Ecken, durch Symbole, die man nicht versteht, oder durch Worte, die eher blockieren als öffnen. Und genau an dieser Stelle, sagt er, könnten die Lichtzeichen etwas verändern. Durch ihre Farben, das Leuchten und die offene Formensprache können sie frischen Wind bringen, neue Perspektiven eröffnen, den Blick weiten und sogar ein Lächeln schenken. Vielleicht auch ein Gespräch, das vorher nicht möglich gewesen wäre.
2024 | In dieser Galerie zeige ich Aquarelle, die den Prozess der Metamorphose durchlaufen und durch Vielschichtigkeit zu authentischen Werken werden.
Die Technik der Übermalung spielt dabei eine zentrale Rolle: Teilweise werden alte Aquarelle übermalt, teilweise lege ich die Lasurschichten auf neuen Untermalungen, die für diesen Zweck entstanden sind, an. Neu in meiner Arbeitsweise ist die Verwendung von Schablonen. Diese schneide ich aus Karton in reale oder idealisierte Formen und setze sie in Serien ein, wodurch eine einheitliche Formensprache entsteht – selbst bei den lebendigsten und vielschichtigsten Hintergründen.
Die Werke bleiben im Wandel: Sie dürfen sich weiterentwickeln, neu interpretiert werden und unterschiedliche Zustände durchlaufen.
2023 | INKJU, die Vermählung von Tusche und Aquarell, hat sich als eine meiner liebsten Techniken etabliert. Das Absprengen der Tusche im perfekten Moment - es ist ein Akt der kreativen Freiheit, der mir immer wieder aufs Neue die Augen öffnet für die Schönheit des Unvorhersehbaren. Ich bearbeite die Blätter mit transparenten Aquarelllasuren oder setzte opake Schichten zur Vollendung des Motivs ein.
Diese Mischtechnik mit Aquarell ist fester Bestandteil meiner experimentellen Aquarellmalerei geworden. Mit der Marke INKJU beschreibe ich diesen individuellen Weg meiner Kunst.
2022 | VIERKANTKUNST knüpft an den Gedanken an, das Aquarell aus dem Rahmen zu befreien und in einen neuen Kontext zu setzten. Die Blickpunkte Collagen sind ein Teil dieses Projektes, das an die BILDGEBINDE weiterentwickelt. Ich habe mich mit maltechnischen Fragen auseinandergesetzt, um das Aquarell und die erweiternde Malerei mit Tempera in den Collagen wetterfest zu machen. Die Leinwand habe ich, anders als noch bei den Bildgebinden, als Malgrund genutzt. Pigmente in Ei-Öltempera sind das Farbmaterial, dass als Emulsion noch wasserlöslich ist, sich sehr ähnlich wie die Aquarellfarbe verwenden lässt, aber nach dem Auftrocknen des Öls wasserfest abbindet. So hatte ich einen Farbauftrag auf Baumwolle gefunden, der auch im Außenbereich einsetzbar ist. Nach Experimenten mit Leinöl und Harzen stellte sich weißes Carnaubawachs als ideale Imprägnierung für meine Aquarelle heraus.
VIERKANTKUNST Blickpunkte, Aquarell, Tempera, Leinen Collage genäht, 40 x 60 cm
2021 | Im Februar begann ich, mich mit dem Quadrat als Bildformat auseinander zu setzen. Ich definierte ein Format von 25x25 cm, welches mich dann tatsächlich das ganze Jahr begleitet hat. Vor allem die Pleinairmalerei auf Reisen fand in diesem verhältnismäßig sehr kleinen Format statt. Die Idee der Serie, der Reihungen und nicht zuletzt der Bildgebinde ist immer präsent. Das Zusammenstellen interessanter Kombinationen, die sich farblich, formell oder inhaltlich ergänzen scheint mir ein lohnendes Projekt.
2021 – 2020 | Ein Kunstprojekt, welches im Lockdown seinen Ursprung hat. Ich war in heimischen Wäldern und Landschaften unterweg, dabei sind Bildreihen kleiner Aquarelle entstanden. Durch das Zusammenheften mit Buchbindergarn wurden daraus BILDGEBINDE – eine Wortschöpfung aus Bild und aus Gebinde für die „Gesamtheit zusammengebundener Dinge einer Art“ (Duden). Später habe ich begonnen, Aquarelle mit Leinenresten auf Leinwand zu nähen. Die Rohleinwand ist der Bildgrund. Anthrazitfarbener Leinen in Streifen gerissen und geschnitten bildet einen Kontrast und stellt die Brücke zwischen Büttenpapier und Leinwand dar – Aquarell und Leinen auf Leinwand. // Aquarelle 26 x 37 cm, BILDGEBINDE ca. 40 x 40 cm, 66 x 92 cm – 190 x 105 cm
2020 | Inspiration zu den Horizonte Bildern waren viele Himmel, vor allem im Norden, die ich gesehen und fotografiert habe. Frei habe ich die Stürme, Lichter, Linien und Volumen in Farbe übersetzt. Mit nur wenigen Primärfarben, direkt aus der Tube, habe ich versucht die Himmelsgewalten einzufangen – mehr Gefühl als Abbild. // Aquarell, Ölpastell ca. 37 x 52 cm, 52 x 74 cm
2019 | TULIPA heißt die Reihe der abstrahierten Blütenbilder. Ich beobachtete Tulpen vom Austreiben der ersten grünen Spitzen bis zur Entfaltung der Blüte und dem nicht weniger schönen Verblühen. Ich näherte meinen Blick bis ins kleinste Detail. Entstanden sind Makroaufnahmen in Aquarell, fokussiert auf den Blick in den Blütenkelch und auf das einzelne Blatt. // Aquarelle 50 x 70 cm
2020 – 2018 | In der Fülle der Herbstzeit, ausgedrückt in großen reifen Sonnenblumen, die ihre schweren Köpfe auf dem Feld neigen, klingt noch die Wärme des Sommers nach. Bunte Kürbisse werden eingesammelt zum Erntedankfest. Dazu gesellen sich bunte Kuhherden – eine Collage verschiedener Rindviecher. // Aquarelle ca. 37 x 52 cm, 50 x 70 cm
2019 – 2014 | An Nord- und Ostsee – in Ostfriesland, auf den nordfriesischen Inseln und vom Darß über Rügen bis nach Usedom bin ich mit meinen Malgruppen unterwegs. Die Aquarelle entstehen vor Ort während der Malwochen mit meinen Kursteilnehmer*innen oder in der stillen Vorbereitung auf die gemeinsame Kurszeit. // Aquarelle ca. 26 x 37 cm, 37 x 52 cm, 52 x 74 cm
2019 – 2017 | Das Murnauer Moos, wo schon vor hundert Jahren Franz Marc, Wassily Kandinsky und Gabriele Münter gemalt haben, ist neben dem Kochelsee ein Highlight der Malreisen, die ich für artistravel in Ohlstadt begleite. Hier wurde damals wie heute Landschaftsmalerei neu erfunden. Die alten Bauernstadl sind in Aschau während einer Malwoche entstanden. // Aquarelle ca. 37 x 52 cm, 49 x 66 cm, 50 x 70 cm
2020 – 2015 | Auf den Spuren der Worpsweder Maler bewegen wir uns bei der Malreise nach Worpswede zwischen Tradition und Moderne. Die Museen am Ort bieten jährlich neue Sonderausstellungen, die der Auseinandersetzung mit der eigenen Kunst dienen. Paula Modersohn-Becker, Heinrich Vogeler und seine Frau Martha sowie Bernhard Hoetger – Bildhauer, Architekt und Künstler der zweiten Generation – sind die Vorbilder, die es anzuschauen lohnt. Der Barkenhoff, das Haus im Schluh und das Hoetgerensemble mit der großen Kunstschau im Zentrum des Ortes sind Malmotive mit Tiefgang. // Aquarelle ca. 37 x 52 cm, 49 x 66 cm
2018 – 2011 | Das Stillleben, die Natura Morta, ist eine Szene, die schon beim Aufbau, bei der Komposition wesentliche Entscheidungen von Künstler*innen fordert. Früchte, Teller, Kannen, Flaschen, Töpfe und Blumen in üppigen Sträußen sind schön, vielfältig, gegensätzlich, farbig und haptisch. Es interessiert mich, solche Mikrowelten zu komponieren und in Malerei zu übersetzen. // Aquarelle ca. 38 x 56 cm, 56 x 76 cm
2019 – 2011 | Plenair malen in Städten ist eine sehr gute Schule für das expressive Aquarell. In den Jahren 2008 – 2014 habe ich – oftmals zusammen mit Gleichgesinnten – viele Städte und Metropolen zum Malen aufgesucht. Mittlerweile konzentriere ich mich auf urbane Motive, die mir besonders am Herzen liegen. Dabei führt mich der Weg in erster Linie zum Aachener Dom und zu dem gotischen Rathaus. Die Aachen-Aquarelle sind regelmäßigt im Fenster der Galerie am Dom in der Annastraße zu sehen. // Aquarelle ca. 52 X 74 cm, 56 x 76 cm
2013 – 2011 | Seit 30 Jahren am linken Niederrhein und mit den Wurzeln in der Nordeifel fühle ich mich beiden Landschaften sehr verbunden. Ein interessantes Ziel, welches meine Neugier weckte, war die Bruder-Klaus-Feldkapelle – ein Werk des Schweizer Architekten Peter Zumthor. Gerade hier eine adäquate malerische Lösung zu finden, ist eine Herausforderung. Das historische Monschau mit den Fachwerkbauten über der Rur ist neben Kronenburg ein Lieblingsort meiner Eifelheimat. // Aquarelle ca. 19 x 28 cm, 37 x 56 cm, 56 x 76 cm
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